Klein und gut

Neulich rauschte ein Blogposting des kleinen Seitenstraßenverlages an mir vorbei. Darin geht es darum, daß so mancher Verlag mit den so oft romantisierten kleinen unabhängigen Buchhändlern seine Probleme hat. Und daß man bei Amazon wenigstens gleich fair (bzw. unfair) zu allen Großverlagen behandelt wird. Für keine der beiden Parteien wird eine Lanze gebrochen, beide haben ihre Vor- und Nachteile. Fand ich spannend.

Das machte mich aber auch auf ein typisches Marketing- bzw. Vertriebsproblem der kleinen Verlage aufmerksam: wenn die Buchhändler sie nicht promoten, wo findet man sie dann? Ja klar, im Internet. Marketing über die sozialen Netzwerke etc. Aber da kämpft jeder Verlag für sich alleine. Damit bleibt die Sichtbarkeit im Promillebereich. Andere Branchen haben da eine interessante Lösung. Amazon Shops, eBay und Dawanda eint ein Prinzip: hier finden sich tausende kleinere Anbieter unter einem Dach. Ich brauche keine Google-Suche, um eine bestimmte Angebotsseite zu finden. Auch wenn auf solchen Portalen “die Konkurrenz” ja mit vertreten ist, steigt die eigene Sichtbarkeit für potentielle Kunden an. Diese Portale haben natürlich auch ihre Probleme für Anbieter: die Gebühren für Einstellen und Verkauf sind teilweise exorbitant (gut, Verlage sind da ganz andere Abschläge aus der Buchhandelsbranche gewohnt) und die Plattform gehört einem Unternehmen. Das macht die Anbieter abhängig. Wenn z.B. eBay keinen Bock mehr auf professionelle Anbieter hat, sperren sie diese aus und die Anbieter sind mit einem Schlag nicht nur von ihrer potentiellen, sondern auch von der Stammkundschaft getrennt.

Auf Twitter entstand dazu folgende kurze Diskussion:

Meine Idee dazu wäre:

  • Was wäre, wenn es ein solches Portal für Kleinverlage gäbe?
  • Inhaber bzw. Betreiber sollte dabei eine Art Dachorganisation der Verlage sein, damit keine für die Verlage unfaire Gewichtsverteilung auftritt.
  • Zudem braucht es einen technischen Betreiber, der das Ganze entwickelt und für den Betrieb sorgt.
  • Über die Höhe evtl. anfallender Gebühren müßte man sich als technischer Betreiber mit dem inhaltlichen Betreiber einigen.
  • “Die Kleinverlage” ist eine sehr heterogene Gruppe. Man muß Mittel und Wege finden, den Verlagen das Einstellen der Bücher zu vereinfachen.

Klingt ja alles ganz nett, nicht wahr? Warum hat es bisher noch niemand gemacht? Vielleicht war das Kosten-Nutzen-Verhältnis nicht gut genug, vielleicht hatte jemand keine gute Verbindung zu Literatur an sich und den kleinen Verlegern (eine direkte Verbindung hab ich ja auch nicht). Wer weiß?
Nächste Frage: warum leg ich mich so ins Zeug für eine Idee, die dann offensichtlich anderen zu Gute kommt? Das ist gar nicht so einfach zu beantworten. Weil ich Literatur mag. Weil ich kleine Verlage mag. Weil ich die großen meist nicht mag. Weil der viel beschworene Zusammenbruch des Papierbuchmarktes vor allem die Großverlage mit ihren unglaublich aufwendigen Mechanismen treffen wird und die Kleinverlage vielleicht eine Möglichkeit sind, dieses Medium Buch, an dem ich so hänge, zu erhalten. Schaun wir mal, was jetzt passiert …

Nachtrag: eines ist schon passiert: der Seitenstraßenverlag hat die Reaktionen auf sein Posting mal zusammen gefaßt und im letzten Absatz werde auch ich mit meiner Idee kurz nicht-namentlich erwähnt ;)

Starting with Grails and Neo4J

Since Stefan Armbruster is a bit short of time to update the documentation of the Neo4J plugin for Grails I thought I start a short series of postings describing my progress in using Neo4J as a graph database for a Grails based application. I will use the REST API of Neo4J and not the embedded version.
Like always it starts with additions to grails-app/conf/BuildConfig.groovy. First we need to add the Neo4J maven repository to the repositories section:

repositories {
    // …
    mavenRepo 'http://m2.neo4j.org/content/repositories/releases/'
}

Then I set my versions:

neo4jVersion="2.0.3"
neo4jRestVersion="1.9"

 
Now we need to declare the dependencies:

dependencies {
    //…
    compile "org.neo4j:neo4j-community:$neo4jVersion"
    compile group:"org.neo4j", name:"neo4j-graphviz", version: neo4jVersion
    runtime group:"org.neo4j", name:"neo4j-shell", version: neo4jVersion
    runtime "org.neo4j:neo4j-rest-graphdb:$neo4jRestVersion"
}

En bloc that looks like this (caveat: this code block also installs the angularjs plugin!):

grails.project.dependency.resolver = "maven" // or ivy
grails.project.dependency.resolution = {
    // inherit Grails' default dependencies
    inherits("global") {
    }
    log "error"
    checksums true
    legacyResolve false

    repositories {
        inherits true // Whether to inherit repository definitions from plugins

        grailsPlugins()
        grailsHome()
        mavenLocal()
        grailsCentral()
        mavenCentral()
        // uncomment these (or add new ones) to enable
        // remote dependency resolution from public Maven repositories
        //mavenRepo "http://repository.codehaus.org"
        //mavenRepo "http://download.java.net/maven/2/"
        //mavenRepo "http://repository.jboss.com/maven2/"
        mavenRepo 'http://m2.neo4j.org/content/repositories/releases/'
    }

    neo4jVersion="2.0.3"
    neo4jRestVersion="1.9"

    dependencies {
        // runtime 'mysql:mysql-connector-java:5.1.29'
        // runtime 'org.postgresql:postgresql:9.3-1101-jdbc41'
        test "org.grails:grails-datastore-test-support:1.0.2-grails-2.4"

        compile "org.neo4j:neo4j-community:$neo4jVersion"
        compile group:"org.neo4j", name:"neo4j-graphviz", version: neo4jVersion
        runtime group:"org.neo4j", name:"neo4j-shell", version: neo4jVersion
        runtime "org.neo4j:neo4j-rest-graphdb:$neo4jRestVersion"
    }

    plugins {
        // plugins for the build system only
        build ":tomcat:7.0.55"

        // plugins for the compile step
        compile ":scaffolding:2.1.2"
        compile ':cache:1.1.8'
        compile ":asset-pipeline:1.9.9"

        compile ":angularjs:1.0.0"

        // plugins needed at runtime but not for compilation
        runtime ":hibernate4:4.3.6.1" // or ":hibernate:3.6.10.18"
        runtime ":database-migration:1.4.0"
        runtime ":jquery:1.11.1"

    }
}

This will get you started with the integration itself. In the next posting I will show, how to access data in the Neo4j database from a controller.

Neuer Wein in alten Schläuchen

Heute morgen las ich in der Frankfurter Sonntagszeitung vom letzten Wochenende (ja, ich komme nie dazu, eine Sonntagszeitung wirklich durchzulesen, das mach ich den Rest der Woche) ein Interview mit Thomas Vollmoeller, dem Vorstandsvorsitzenden von Xing. Darin wies er eindringlich darauf hin, wie sehr sich die Arbeitswelt geändert habe und noch ändere. Stellenbewerber hätten heute ganz andere Möglichkeiten als früher. Das erfordere auch von Firmen- oder Personalchefs ein anderes Daseinsmodell. Er zitierte hier den so oft strapazierten, aber ausnahmsweise mal angebrachten Begriff des Paradigmenwechsels.

Der Chef 2.0 soll Mitarbeitern morgens einen Grund zum Aufstehen und zur Arbeit gehen geben. Man müsse eine gemeinsame Aufgabe und Auffassung von dem, was man da tue entwickeln. Ihr seht schon, ich vermeide bewußt – so wie Vollmoeller – den Begriff ‘Vision’. Allerdings könne ein Mitarbeiter nur dort einem Firmenchef oder Vorgesetzter vertrauen, wo dies auf Gegenseitigkeit beruhe. An der Stelle schweiften meine Gedanken etwas ab, weil ich schon den Eindruck habe, daß sich da in den Chefetagen etwas bewegt hat. Ich bin bzw. war ja auch mal Chef und hatte eigene Mitarbeiter. Und habe ähnlich darüber gedacht wie er. Und ich habe aus vielen Firmen, in denen ich als Berater tätig war den Eindruck, daß das mit der Gegenseitigkeit noch nicht so recht funktioniert.

Ich kenne sehr viele Mitarbeiter, vorwiegend in IT Firmen, weil ich dort meist tätig war, die sich zwar über mangelndes Entgegenkommen ihres Chefs beschweren, aber selbst noch das “Wir gegen Die” Szenario im Kopf haben. Ich meine diese klassische Sicht von Gewerkschaften auf Firmen als das Böse schlechthin, daß dem Mitarbeiter die Lebenskraft aussaugt und dem man mit Blut und Schweiß einen Obulus abtrotzt. Ich weiß, daß ich hier maß- und hemmungslos übertreibe. Ich wollte das Bild möglichst bunt malen ;)

Natürlich kann man sich jetzt fragen, wie sehr die defensive Einstellung der Mitarbeiter auf Enttäuschungen mit dem Unternehmen beruhen. Und man sollte nicht aus dem Auge lassen, daß Firma und Mitarbeiter natürlich nicht alte Freunde sind, denen man blind vertrauen kann. Ich denke, ein Stück weit sind schon bestehende Arbeitsverträge das Problem. In neuen Verträgen kann man flexible Modelle aushandeln und dann eben auch deren Spielregeln festlegen. Alte klassische Arbeitsverträge als Grundlage flexibler Mitarbeiter zu sehen, die ein Stück weit für ihre Firma unternehmerisch denken, ist wohl etwas schwierig.

Und wenn man die neuen Arbeitsplatzregeln des Gesetzgebers liest, stellt man fest, daß die zwar dem Schutz der Mitarbeiter dienen sollen, aber eben auch exakt Null Flexibilität enthalten. Da sollen Arbeitszeiten immer und auf jeden Fall erfaßt werden. Das ist gut, weil es viele Menschen gibt, die ohne eine solche Kontrolle (wie effektiv die ist, sei mal dahin gestellt) von ihren Unternehmen oder sogar sich selbst, regelrecht ausgebeutet werden. Firmen wie Best Buy in den USA, die das “ROWE” (result oriented work environment) Prinzip eingeführt haben, sucht man trotz guter Debattenbeiträge wie den des geschätzten Autors Markus Albers leider in Deutschland meist immer noch vergeblich.

Ich kenne allerdings Unternehmen, die eine, man möchte sagen typisch deutsche, Mittelweglösung gefunden haben: dort gibt es eine Arbeitszeiterfassung. Aber da tragen die Mitarbeiter selbst ihre Zeiten ein. Ob die Werte richtig sind, kontrolliert im Normalfall niemand. Ich gehe mal davon aus, daß jemand, der täglich 8h einträgt, aber nie im Haus ist, schon auffallen würde. Die Zeiten, die da nachher in Summe heraus kommen pro Monat, interessieren weitestgehend auch niemanden. Problematisch wird das an der Stelle nur, wenn diese Stundenkontingente als Basis für die Abrechnung von Kundenprojekten benutzt werden. Das funktioniert an der Stelle nur, wenn der Kunde dem Unternehmen als Dienstleister ein gewisses Vertrauen entgegen bringt.

Blogparade: Struktur im Chaos – Wie ordnet ihr eure Notizen?

Einleitung

Heute würde ich auch mal gerne so ein Blogparadendings starten. Ich habe nachweislich hust ein Organisationsproblem, das ich gerne systematisch angehen würde. Dazu habe ich gestern das folgende Posting geschrieben.  Rebekka meinte dann, wenn ich gern Feedback hätte, wäre eine Blogparade vielleicht spannend. Dann versuchen wir das mal. Ich würde also gerne von euch wissen, wie ihr das so alles meistert. Aber lest erst mal selbst …

Wie ich auf das Thema kam

Ich habe gerade noch mit Nadine auf Twitter darüber diskutiert, wie man Notizen, Ideen, Termine etc. am besten niederschreibt. Das Thema kam auf, weil sie darauf hin wies, daß man jetzt Oxford Organiserbooks im Abo beziehen könne.

Was ist mein Problem?

Ich muß gestehen: ich besitze 2 Filofaxe, etwa 10 Moleskins und andere Notizbücker, u.a. auch von Leuchtturm 1917 und Herlitz und eine Mappe von Exacompta. Mit dem Meetingbook von Exacompta bin ich bisher am besten zurecht gekommen, die Notizbücher werden sehr schnell „mißachtet“.
Das liegt daran, daß ich mich mit so vielen Themen gleichzeitig beschäftige. Wenn ich dann etwas zu Thema 1 notiere, aber noch nocht fertig bin, dann aber ein zweites Thema habe, weiß ich nicht, wieviel Platz ich in gebundenen Büchern lassen soll. Oder ob überhaupt. Oder ob ich dafür ein neues Notizbuch anfangen soll.

Wir kommen der Sache näher …

Ich denke, mein Problem ist auch weniger das Medium, auf dem ich Notizen hinterlasse, als mehr das System. Ha! System. Ich habe für fast nichts ein System. Nicht für Ablagen, nicht für Notizen und nicht für wichtige Papiere. Das macht das Leben manchmal etwas anstrengend. Vielleicht sollte ich mal ein Requirement-Profil erstellen, wie beim Bau von Software, weil damit kenne ich mich aus. Also los:

Die Anforderungen

Fassen wir zusammen:
– Ich möchte alles mögliche in einem Medium/Buch/Block/Notizheft aufschreiben
– Ich möchte das auf Papier tun. Ich habe auch einen Evernote Pro Account. Die digitale Erfassung von Ideen geht mir aber nicht spontan genug. Evernote ist mein Archiv …
– Ich möchte Entwürfe für Artikel/Postings, Meeting-Notizen, Projektideen etc. in einem Heft oder Buch haben. Mehrere Notizbücher durch die Gegend zu schleppen ist mir zu schwer.

Was bisher nicht funktioniert hat

Evernote ist mein Archiv, wie ich schon sagte. Für spontane Schreibanfälle ist es mir zu kompliziert, erst eine App aufzumachen und dann los zu schreiben. Zumal ich Entwürfe immer direkt ausformuliere, das wäre auf dem Handy zu viel Text und einen Laptop habe ich nicht immer dabei.
Einfache Notizbücher fange ich immer mit Begeisterung an und mache dann nicht mehr weiter, weil ich, wie gesagt, ein Problem mit dem Themenwechsel habe.

Was passiert jetzt?

Ich werde so ein Oxford International Organiserbook testen und darüber berichten, ob und wie ich es verwende. Mich würde aber auch interessieren, wie ihr eure Notizen organisiert. Schreibt mir einen Kommentar oder macht doch auch ein Posting ;)

Und da Rebekka die schöne Idee hatte, nominiere ich sie. Auch würde mich interessieren, wie Uschi sich organisiert. Vielleicht mag sie ja auch etwas dazu schreiben. Natürlich darf auch jeder andere dazu schreiben, ich werde alles (ja ALLES!) hier verlinken.

From JSON to CSV to SQL

The task

I recently had the problem, that I had to insert JSON data sets into a PostgreSQL database. As rows, not as JSON field type.

The JSON represents a network of nodes and links and looked like this:

{
  "links": [
    {
      "source": "22",
      "target": "17",
      "value": 1
    },
    {
      "source": "18",
      "target": "14",
      "value": 1
    },
...
  ],
  "nodes": [
    {
      "name": "Resource 32",
      "image": "/mydemo/images/icon1.svg",
      "group": 1,
      "image_width": 45,
      "image_height": 45
    },
    {
      "name": "Resource 17",
      "image": "/mydemo/images/icon2.svg",
      "group": 1,
      "image_width": 45,
      "image_height": 45
    },
...
  ]
}

What I needed:

  1. 1. split JSON into nodes and links separately
  2. 2. convert to CSV
  3. 3. add an ID field as first column and primary key
  4. 4. number data rows with ID from 1 to n
  5. 5. delete the ugly path “/mydemo/images/”, leaving only the filename
  6. 6. create table in PostgreSQL DB and insert data

Create CSV from JSON

For this I used the brilliant Python based cvskit package. This is done in 2 steps:

The first step completes tasks 1 to 5:

\underbrace{\tt in2csv -k nodes myfile.json}_{\mbox{Term 1}}\nolinebreak[4]\mid\nolinebreak[4]\underbrace{\tt nl -v0 -s,}_{\mbox{Term 2}}\nolinebreak[4]\mid\nolinebreak[4]\underbrace{\tt perl -pe\quad's/\hat{\quad}{\backslash}s+//'}_{\mbox{Term 3}}\nolinebreak[4]\mid\nolinebreak[4]\underbrace{\tt sed\quad"s/\hat{\quad}0,/id,/g;s\#/visdemo/images/\#\#g"}_{\mbox{Term 4}}\nolinebreak[4]>\nolinebreak[4]\mbox{\tt nodes.csv}

Term 1: Export subarray with key nodes.
Term 2: Number lines starting with zero (uses unix tool nl). Delimiter is colon.
Term 3: Strip leading spaces.
Term 4: Replace “0,” in first line with col name, strip image path.

The same for the links section of the JSON file:

\underbrace{\tt in2csv -k links graph3345.json}_{\mbox{Term 1}}\nolinebreak[4]\mid\nolinebreak[4]\underbrace{\tt nl -v0 -s,}_{\mbox{Term 2}}\nolinebreak[4]\mid\nolinebreak[4]\underbrace{\tt perl -pe\quad's/\hat{\quad}{\backslash}s+//'}_{\mbox{Term 3}}\nolinebreak[4]\mid\nolinebreak[4]\underbrace{\tt sed\quad"s/\hat{\quad}0,/id,/g"}_{\mbox{Term 4}}\nolinebreak[4]>\nolinebreak[4]\mbox{\tt links.csv}

Term 1: Export subarray with key links.
Term 2: Number lines starting with zero (uses unix tool nl). Delimiter is colon.
Term 3: Strip leading spaces.
Term 4: Replace “0,” in first line with col name.

Insert CSV into database

Now we need another tool from the csvkit tool chain, which reads CSV and builds an SQL CREATE TABLE statement and inserts the data into the created table.

csvsql --db postgresql://user:passwd@localhost/databasename --table node --insert nodes.csv
csvsql --db postgresql://user:passwd@localhost/databasename --table link --insert links.csv

 

The parameters are:

  • ● -db <DBURL> The database URL to connect to, in SQLAlchemy format
  • ● –table <TABLENAME> What name should the table get? if not supplied, the CSV filename without extension will be used.
  • ● –insert not only create the CREATE TABLE DDL statement but also insert the data sets into the freshly created table.

This tool has (in my opinion) three small drawbacks:

  1. 1. It doesn’t allow you to see the insert statements. The CREATE TABLE statement will be printed to stdout, if you don’t provide a db URL. But there is no way to see the insert statements.
  2. 2. It can’t handle already existing tables. There is no –add-drop option to issue a DROP TABLE statement in advance to create the new one.
  3. 3. It’s not able to autocreate an ID column. This complicates the first step of creating a usable CSV file to some extend, as you can see above.

So the last action is to create the primary key on the id column in both tables:

alter table node add primary key (id);
alter table link add primary key (id);

 

Even with these little drawbacks the csvkit tool chain has numerous applications. Give it a spin!

Ja warum wird er dann gerettet?

Ich habe Latein als dritte Fremdsprache und später als Leistungskurs im Abi gehabt (nicht weil ich Masochist wäre, sondern weil ich einen unglaublich genialen Lateinlehrer hatte und mir die Sprache sehr gefällt. Als dritte Sprache hat man ja nicht SO viel Zeit, also hatten wir ein spezielles, damals völlig neues Lehrbuch für Latein namens “Orbis Romanus”. Da wurden Schlag auf Schlag neue Vokabeln (ca. 40 pro Lektion/Woche) und komplette Deklinationen & Konjugationen durchgezogen. Ich mochte das sehr, weil es einem den Überblick sehr erleichtert.

Da das aber auch recht stressig sein kann, waren zwischen die Lektionen kleine Geschichten oder Gedichte eingestreut. Allen gemeinsam war, daß sie ein sehr humanistisch geprägtes Weltbild vermittelten (war ja schließlich auch ein humanistisches Gymnasium …). Ganz besonders hängen geblieben ist eine Geschichte von Curt Emmrich alias Peter Bamm (1897-1975), die im 2. Weltkrieg im Krimkessel spielt. Bamm hatte als  Stabsarzt eine Lagebesprechung mit einem Divisionsarzt und einem humanistisch gebildeten alten Kriegsgerichtsrat, als ein junger Sanitätsfähnrich die Unterhaltung störte, um sich abzumelden. Er sollte mit einer Ju-52 aus dem Kampfgebiet ausgeflogen werden, weil er an einem Lehrgang teilnehmen sollte. Der alte Richter sagte zu ihm:

“Also, Fähnrich, wenn Sie nach Deutschland kommen …
… αγγελεινΛακεδαιμονιοιςοτιτηδε / κειμεθα,τοιςκεινωνρημασιπειθομενοι.”

Der Fähnrich schaute ihn verständnislos an. Also versuchte der alte Herr es noch einmal auf Latein:

“Dic, hospes, Spartae nos te hic vidisse iacentes / dum sanctis patriae legibus obsequimur”

Wieder schaute ihn der Fähnrich irritiert an. Der alte Jurist beendete die peinliche Szene mit den Worten:

“Ja,wenn er das auch nicht versteht, warum wird er denn dann eigentlich gerettet?”

Quellen:

  1. Orbis Romanus (weiß nicht mehr, welcher Band)
  2. https://www.researchgate.net/publication/51025937_Ordre_Liste_und_Portrt._Identittsstiftung_und_Traditionsbildung_im_Preussischen_Offizierkorps_des_18._Jahrhunderts_im_Spiegel_seiner_Schrift-_und_Bildquellen
  3. http://hermes-ir.lib.hit-u.ac.jp/rs/bitstream/10086/19010/1/HJlaw0390000290.pdf

MacOS Notepad

Kennt ihr das? Es gibt so Dinge, die man alle paar Monate mal braucht, aber nie merken kann? So geht es mir mit MacOS “Spezialitäten” an der Kommandozeile. Deshalb sammle ich hier so Kleinigkeiten, die man immer mal wieder brauchen kann. Vielleicht hilft es ja einem meiner Leser weiter …

ISO Image auf USB Stick “brennen”

Zuerst muß man die Datei ins IMG Format wandeln, dann den Stick unmounten, aber nicht auswerfen und schließlich das IMG binär auf den Stick kopieren. Im wesentlichen entspricht diese Anleitung der auf der Ubutu-Downloadpage.

ISO Images in IMG Dateien wandeln

Wer ab und zu ein ISO Image auf einen USB Stick kopieren möchte, sollte das Image zuvor ins IMG Format gewandelt werden. Das geht mittels:

hdiutil convert quelle.iso -format UDRW -o ziel.img

Gemounteten USB-Stick ausfindig machen

Disk0 ist im allgemeinen die interne Festplatte/SSD des Mac. Um heraus zu bekommen, welchen Devicenamen der USB-Stick hat, gibt man ein:

diskutil list

USB-Stick unmounten

Jetzt müssen wir den Stick unmounten, damit wir ihn beschreiben dürfen. Aber nicht “auswerfen”/”ejecten”, sonst kommt das Betriebssystem nicht mehr an die Hardware.

diskutil unmountDisk /dev/diskN

Image kopieren

Das IMG Image kopieren wir mit dem Diskdoubler dd auf den Stick. Die Parameter bedeuten: if=In-File, of=Out-File, bs=Block-Size (schön groß, damit es schnell geht):

sudo dd if=/path/to/downloaded.img of=/dev/rdiskN bs=1m

“rdiskN” ist hierbei das raw device derselben Platte wie “diskN”. Laut Ubuntu Webpage gehts damit manchmal schneller …

USB-Stick auswerfen

Jetzt können wir den Stick richtig auswerfen, damit man ihn ziehen kann:

diskutil eject /dev/diskN

Mehr Effizienz durch Verzicht – auf Effizienztips

Liebe Effizienzcoaches und Produktivitätsgurus,

es war schön mit euch (das ist jetzt gelogen, aber im Sinne der Effizienz, sonst kommen wir hier ja nicht weiter). Ihr habt immer so wunderbare Ratschläge für mich bereit gehalten wie:

  • Steh einfach 2 Stunden früher auf, dann hast du 2 Stunden mehr Arbeitszeit
  • Lies nur einmal die Woche Mails, das spart mindestens 10 Minuten pro Tag

und viele mehr. Das ganze gipfelt in der, in Gründerkreisen so unheimlich beliebten, Floskel:

Work hard

die an Unsinn nur noch durch den Slogan des Businesspunk-Magazins übertroffen wird:

Work hard, play hard.

Sehr berühmt ist auch das Buch “Seven habits of Highly Effective People” eures Bruders im Geiste Stephen Covey. Es handelt sich bei Covey um einen Mormonen (das alleine diskreditiert ihn für mich), der z.B. den Begriff der abundance mentality geprägt hat, die davon ausgeht, daß für alle genug (Resourcen) vorhanden sind. Er vertritt dagegen die Haltung, daß immer, wenn ein anderer gewinnt (einen Job, einen Vertrag, einen Preis etc.), man selbst verliert. Sehr ihr die Welt so? Wenn ja, dann seid ihr echt arme Schweine.

Was mich an der Sache, neben der oft seltsamen Mischung aus Banalität und Schwachsinn in euren Ratschlägen, am meisten fuchst, ist eure Geisteshaltung. Die stinkt nämlich unheimlich nach protestantischer Ethik. Genauer gesagt nach der sogenannten innerweltlichen Askese, die schon Max Weber in “Die protestantische Ethik und der Geist des Kapitalismus” als eine der Grundlagen der auf Profit beruhenden Ethik des Kapitalismus bezeichnet.

Versteht mich nicht falsch liebe Freunde der Selbstausbeutung: Ich arbeite gerne, sehr sogar. Vor allem, wenn ich Dinge tun kann, die ich mag. Ich mache das so gerne, daß ich daraus einen Beruf gemacht habe. Ja genau, den Technology Scout. Aber ich kann den work hard-Schwachsinn einfach nicht mehr hören.

Und um noch mal auf die Idee mit dem 2h früher Aufstehen zurückzukommen: Ja, die ist echt, das hab ich so irgendwo gelesen. Ob den anderen Lesern der Tips nicht in den Sinn kam, daß sie damit ihre Freizeit am Abend kannibalisieren? Weil irgendwoher müssen die verdammten zwei Stunden ja kommen, entweder man geht früher ins Bett (sic!) oder man schläft zwei Stunden weniger. Letzteres könnte ein Grund für eure somnambulischen Vorschläge sein.

Nichts für ungut: Geht ihr weiter eurem Geschäft nach, das daraus besteht, anderen Leuten einzureden, daß sie sich nur nicht genug anstrengen, um mehr Erfolg, mehr Geld, mehr Freunde, mehr Zeit, mehr IRGENDWAS zu bekommen. Ich werde eure Ratschläge weiterhin ignorieren und euch immer dann, wenn ich denke, daß ihr den Menschen schadet, die euch da gerade zuhören, Paroli bieten. Es könnte allerdings sein, daß es je nach Schwere eures verzapften Unsinns nicht bei einem offenen Brief bleibt. Dann sehen wir uns wohl mal persönlich.

Ich freu mich schon drauf.

Viele Grüße,
euer Volker

Erklärbär – Schlagsahne aus der Sprühdose mit 35% Fett?

Heute bin ich im Supermarkt am Regal mit der Sahne in Sprühdosen vorbei gekommen. Da gab es fettreduzierte Sahne mit ca. 15-20% Fettgehalt, eine “normale Sahne” mit 25-30% und eine mit 35% Fett. Da habe ich auf Twitter laut darüber nachgedacht, warum jemand “extra fettige Sahne” kaufen würde und prompt kam von Conny von Genusslieben.de der Erklärungsvorschlag, ob mehr Fett die Sahne vielleicht steifer macht und das könne doch ein Thema für den Erklärbär sein. Gleichzeitig kann ich dann noch die Frage beantworten, warum Sprühdosensahne so schnell zusammen fällt und mit einer Maschine oder einem echten Sahnesiphon aufgeschlagene Sahe eher nicht. Dazu gibt es dann auch noch eine Anekdote aus der Wissenschaft …

Fettgehalt

Der Fettgehalt könnte die Sahne etwas steifer machen, wie ich im nächsten Abschnitt zeigen werde, ist das aber nicht der Grund. Eine mögliche Erklärung ist die Herkunft. Ich habe im Supermarkt nicht so genau auf die Dosen geschaut, aber wie der Wikipediaartikel über Sahne zeigt, ist der “normale” Fettgehalt von Sahne in den verschiedenen Ländern recht unterschiedlich.

Sahnesiphon vs. Sprühdose

Der wesentliche Unterschied zwischen dem Siphon und der Sprühdose ist das Treibgas: im Siphon ist Kohlendioxid und in den Sprühdosen Distickstoffmonoxid. Kohlendioxid ist in Fett etwas und in Wasser relativ gut löslich. Distickstoffmonoxid löst sich in Fett deutlich besser als in Wasser.
Der Aufschäumeffekt entsteht dadurch, daß die Gase unter Druck sehr viel löslicher sind. Das heißt, in der Sahne ebfidet sich ein massiver Überschuß an Gas gelöst. Wenn die Sahne nun aus der Düse raus kommt, ist ja plötzlich kein Überdruck von außen mehr da und das Gas entweicht sozusagen schlagartig und bläst dabei die Sahne auf. Der Inhalt der Bläschen besteht also aus dem Treibgas. Und genau da liegt das “Problem”. Die Kohlendioxidbläschen sind relativ stabil, die von Distickstoffmonoxid nicht, weil es sich ziemlich schnell wieder in der Sahne auflöst. Die fällt dann wieder zusammen ;)

Wenn man die Diss mit Distickstoffmonoxid aufbläst …

Vor Jahren hat mal eine Dame eine Promotionsarbbeit abgegeben, in der sie genau den im vorangehenden Abschnitt erklärten Sachverhalt … “erforscht” hat. Dem Promotionsausschuß war das ein wenig zu dünne aufgeschlagen und man lehnte die Arbeit ab. Ob die Doktorandin die Arbeit nachgebessert hat (auch so ein schönes Unwort), ist mir nicht bekannt.

Erklärbär – Aluminium in Antitranspirantien

Rebekka hat in einem Kommentar auf meinen ersten Post zum Erklärbär gefragt, wie das denn nun mit der Schädlichkeit von Aluminiumsalzen in Deos und Antitranspirantien ist.

Zuerst einmal möchte ich kurz definieren, womit ich mich heute befasse. Es gibt Deodorants und Antitranspirantien. Meist wird beides synonym für das andere verwendet, es gibt aber neben der bei beiden vorhandenen antibakteriellen Wirkung einen tatsächlichen Unterschied:

  • Deodorants übertünchen durch Geruchsstoffe und andere Chemikalien den Geruch von Schweiß. Sie enthalten normalerweise keine Aluminiumsalze.
  • Antitranspirantien reduzieren Abgabe von Schweiß durch die Haut. Wie das bewerkstelligt wird, dazu gibt es mindestens zwei Theorien. Die eine besagt, daß das Aluminium mit dem Schweiß eine Art Gel bildet, welches dann die Poren für eine gewisse Zeit verstopft. Die andere Theorie geht davon aus, daß das Aluminiumsalz die Eiweiße der Schweißdrüsen teilweise denaturiert, also unwirksam macht. Eine solche Drüse wäre dann für eine gewisse kurze Zeit an der Produktion von Sekret gehindert. Laut Bundesinstitut für Risikobewertung [PDF] ist der tatsächliche Mechanismus eine Kombination aus beidem.

Grundsätzlich können verschiedene Aluminiumsalze in Antitranspirantien vorkommen. Altbekannt ist Alaun oder Kaliumaluminiumsulfat. Dessen Wirkung ist jedoch in den geringen Konzentrationen in Antitranspirantien oft zu schwach. Daher verwendet man heute häufiger Aluminiumchlorid und meist basisches Aluminiumchlorid oder Aluminiumhydroxychlorid.

In der populären Literatur wie in Dale Carnegies Lebensratgebern und in TV Magazinen meist zweifelhaften Rufs (wie “Akte” auf SAT.1) wurde ein Zusammenhang der Verwendung von aluminiumhaltigen Kosmetika mit verschiedenen Erkrankungen vermutet. Im Wesentlichen handelt es sich dabei um Alzheimer und (Brust-)Krebs.

Die Alzheimer-Hypothese stützte sich darauf, daß man an den betroffenen Stellen im Hirn eine erhöhte Konzentration an Aluminium nachweisen konnte. Nach allem, was man heute über Alzheimer weiß, handelt es sich um einen Defekt im Reparaturmechanismus des Hirns. Dort werden Proteine und Enzyme an potentiell beschädigten Nervenbereichen angelagert, die repariert werden sollen. Das ist bei nicht erkrankten Menschen ein temporärer Vorgang, das heißt, die Reparaturbausteine lösen sich irgendwann wieder von diesem Nervenareal. Bei Alzheimerpatienten jedoch nicht. Ganz im Gegenteil kommt es wohl immer wieder zu neuen Reparaturversuchen und um den Nerv bildet sich eine Art dicker Mantel. Der springende Punkt ist nun, daß diese Reparaturstoffe Aluminiumionen als Funktionsbausteine enthalten, ähnlich wie Hämoglobin Eisen enthält. Dadurch ist natürlich die Lauminiumkonzentration an diesen Stellen höher. Dale Carnegie empfahl in den 60er und 70er Jahren statt dessen einen von ihm vermarkteten “Deokristall”, der aber, was niemand offen zugab, natürlich aus einem Alaunkristall bestand …

Neuere Reportagen wollen nun einen Zusammenhang mit Brustkrebs erahnt haben. Mal abgesehen davon, daß es keinen Nachweis darüber gibt, daß auf die Haut aufgetragene Aluminiumsalze in nachweisbarer Menge in den Körper geraten, gibt es keinen wissenschaftlichen und auch keinen statistischen Nachweis, daß aluminiumhaltige Antitranspirantien karzinogen wirken. Dazu gibt es eine Literaturarbeit von 2008 und einen Artikel der Stiftung Warentest von 2013. Der meist von Aluminiumsalzkritikern zitierte Artikel von Phillippa Dabre im Journal of Inorganic Chemistry weist ausdrücklich darauf hin, daß man zwar im Brustgewebe und der Flüssigkeit von Krebspatientinnen erhöhte Aluminiumionenkonzentrationen nachgewiesen habe. Ob diese aber ursächlich für die Erkrankung oder eher Folge (ähnlich wie bei Alzheimer) sind, läßt der Artikel bewußt offen, weil man dafür einfach keinerlei Fakten hat. Aber selbst was die Aluminiumwerte im Brustgewebe angeht, gibt es widersprechende Studien, z.B. aus Brasislien [PDF].

Insgesamt kann man hier von medialer Panikmache sprechen. Das schon oben zitierte Handout des BfR [PDF] faßt die Datenlage gut zusammen. Man kann also auf aluminiumhaltige Antitranspirantien verzichten. Die Wirkung von Deos ist aber nicht annähernd so gut. Sollte man das tun, handelt es sich mehr um eine Reaktion auf die persönliche Befindlichkeit als auf harte Fakten. Aber die eigene Befindlichkeit ist ja auch nicht ganz unwichtig …

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